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SV Gengenbach 1920 e.V.

0:9 Debakel des SVG in Zusenhofen

  • Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 17. September 2019 12:13
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Der SV Gengenbach wollte in Zusenhofen nach vier Punkten aus den letzten beiden Punktspielen weiter in der Erfolgsspur bleiben. Doch statt mit einem Erfolgserlebnis beim bis dahin noch punktelosen Tabellenzweitletzten zurückzukehren, gab es eine historische 9:0 Packung. Ein Ergebnis, dass es selbst in der schlechtesten Saison 2015/16 der jüngeren Vereinsgeschichte, als der SVG in der Kreisliga B, 3 in der Tabelle weit abgeschlagen landete, nicht gab.

Das Spiel begann denkbar schlecht. Trotz eigenem Anspiel verlor man nach drei Ballkontakten durch einen Fehlpass im Spielaufbau den Ball. Der schnelle Willhelm Asnaimer wurde auf links sofort auf die Reise geschickt. Gegen seinen Schuss aus 10m war Torhüter Tobias Bohnert machtlos, so dass es trotz eigenem Anspiel nach nicht einmal 30 Sekunden 1:0 für die Gastgeber hieß. Der SVG versuchte danach Sicherheit ins Spiel zu bringen, aber schon in der Anfangsphase wurden viel zu viele Fehler produziert. In der 7. Minute starteten die Gastgeber über rechts einen schnellen Angriff. Die SVG Abwehr spielte wie so oft in letzter Zeit auf Abseits und versäumte es, sofort nachzusetzten. P1180613 redDen Rückpass von der Grundlinie fand Asnaimer, der ungehindert zum 2:0 einschießen konnte. In der 12. Min. der nächste Aussetzer. Bei einem Angriff der Gastgeber gelang es der SVG Abwehr nicht, den Ball aus dem Strafraum zu schlagen. In der unübersichtlichen Situation wurde ein Gästestürmer, der sich den Ball geangelt hatte, von den Beinen geholt. Asnaimer ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:0. Der SVG zeigte sich deutlich geschockt, während die Gastgeber zusehends selbstbewusster wurden. Die Räume zwischen den Reihen des SVG waren an diesem Tage einfach zu groß und die Fehlpassquote frappierend hoch. Die Gastgeber spielten dagegen kompakt aus der Abwehr und nutzen die SVG-Fehler eiskalt. In der 21. Min. fiel quasi die Vorentscheidung. Ein langer Ball auf den nun wie entfesselt aufspielenden Asnaimer stellte die SVG Abwehr bloß. Alleine auf Torhüter Tobias Bohnert zulaufend, schob er den Ball überlegen ins linke Eck. In der 33. Min. der nächste Fauxpas. Im Mittelfeld verlor der SVG den Ball leichtfertig, konnte sich den Ball zurück erkämpfen, um ihn gleich wieder leichtfertig zu verlieren. Manuel Börsig bedankte sich höflich und drosch den Ball ins linke, untere Eck. Es war nicht so, dass der SVG nicht versuchte, dagegen zu halten. Aber entweder waren die Spieler immer einen Schritt langsamer und diejenigen, die zumindest dagegenhalten konnten, hatten einen miserablen Tag erwischt. Chancen hatte der SVG auch einige. So scheiterte Dominik Schwarz mit einem sehr guten Freistoß am überragend reagierenden Torhüter Tobias Huber und ‚Joro‘ Kalafatis verfehlte mit einem 20m Schuss das Gehäuse nur denkbar knapp.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit merkte man der SVG Elf schon an, das man zumindest zeigen wollte, dass man das Fußball spielen nicht verlernt hatte. Mit Stefan Kalsichnigg und Patrick Schultheiß wurden zwei Offensivkräfte eingewechselt. Die Gastgeber überließen dem SVG das Mittelfeld, spielten weiter kompakt aus der Abwehr und lauerten auf Fehler des SVG. Dieser konnte die Fehler einfach nicht abstellen. Mit langen Bällen wurde so die aufgerückte SVG Abwehr immer wieder überspielt. In der 54. Min. und der 63. Min. führte genau diese Konstellation zu Tor Nr. 6 und 7: Ballverlust, langer Ball, Tor. Selbst der Ehrentreffer blieb dem SVG an diesem Tage verwehrt. Einige Schüsse gingen knapp neben das Tor und in der 72. Min. hatte dann auch noch Stefan Kalischnigg Pech, dass sein Freistoßknaller aus 20m von der Unterkante wieder ins Feld zurück sprang. Die Tore 8 und 9 in der 76. bzw. 85. Min. waren eine Blaupause der vorherigen Tore. Ballverlust, langer Ball über die Abwehr und Tor. Beim SVG erreichte bis auf Torhüter Tobias Bohnert kein Akteur auch nur annährend Normalform. Es war ein Tag zum Abgewöhnen. Es ging so gut wie alles schief, was die Spieler und Verantwortlichen zunächst einmal sprach- und ratlos zurück ließ. Unterm Strich war es ein kollektives Versagen.

Stimmen zum Spiel:

Trainer David Halsinger: „Mir fehlen die Worte. Ich kann mich nicht erinnern, jemals im Seniorenbereich so hoch verloren zu haben.“

Trainer Stefan Kalsichnigg: „Unerklärlich. Wenn ich nicht wüsste, dass die Mannschaft Fußball spielen kann, …  Jetzt kommen harte Wochen auf uns zu.“

Aufstellung: Tobias Bohnert, Philipp Halsinger, Benedikt Leistler, Simon Gmeiner, David Braun (63. Pierre Maurer), Georgios Kalafatis (46. Patrick Schultheiss), David Wussler, Dominik Schwarz, Achim Späth (71. Timo Vollmer), Vassilios Miaris, Kaan Arslan (46. Stefan Kalsichnigg)